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unabhängig - fachübergreifend
ganzheitlich - ökologisch - komplementär
Definition Ökologie
aus der Wikipedia
Dieser Artikel bezieht sich auf Ökologie als wissenschaftliche
Teildisziplin der Biologie. Weitere Bedeutungszusammenhänge finden sich
unter Ökologie (Begriffsklärung).
Ökologie
Unter Ökologie (von griech. οίκος oikos, „Haus, Haushalt“ und λόγος
logos, „Lehre“, also „Lehre vom Haushalt “) versteht man ursprünglich,
in Anlehnung an die ersten Definitionen dieses Begriffs bei Ernst
Haeckel (1866ff) ein Teilgebiet der Biologie, welches sich mit den
Wechselbeziehungen der Organismen untereinander und mit ihrer
abiotischen Umwelt beschäftigt. Die Ökologie ist eine teilweise stark
mathematisierte Wissenschaft.
Sinngleich wird zuweilen der Begriff Bioökologie verwendet, um diese
dadurch gegenüber dem Inhalt der Geoökologie abzugrenzen.
Mit einem wachsenden Umweltbewusstsein in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts entwickelte sich der Begriff weit über den engen
naturwissenschaftlichen Rahmen der Biologie hinaus. Ökologische
Erkenntnisse werden seitdem zunehmend auf gesellschaftliche Bereiche
übertragen und auch zur politischen Argumentation verwandt, um das
Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt zu verändern (s.u). Der Begriff
hat dadurch in vieler Hinsicht eine Bedeutungserweiterung oder
-verschiebung erfahren und bezeichnet häufig auch die Lehre bzw.
Handlungsweisen, die dem Umweltschutz dienen.
Der Ökologiebegriff in der Biologie
Zu den Begründern der Ökologie werden unter anderem Ernst Haeckel,
Justus von Liebig, Charles Darwin, Karl August Möbius, Aldo Leopold,
Ellen Swallow Richards, Arthur George Tansley und August Thienemann
gezählt. Als der „Vater der Ökologie“ im angloamerikanischen Sprachraum
gilt der dänische Entdecker und Botaniker Johannes Eugenius Bülow
Warming.
Der Fachbereich Ökologie ist im Vergleich zu anderen klassischen
Teildisziplinen der Biologie noch relativ jung. Die erste Definition des
Begriffes stammt aus dem Jahr 1866 von Ernst Haeckel, einem deutschen
Biologen und Anhänger des Darwinismus. Haeckel verstand unter Ökologie
die Lehre von den Bedingungen der Lebewesen im Kampf ums Dasein und vom
Haushalt der Natur:
„Unter Oecologie verstehen wir die gesamte Wissenschaft von den
Beziehungen des Organismus zur umgebenden Außenwelt, wohin wir im
weiteren Sinne alle ‚Existenz-Bedingungen‘ rechnen können.“
– Ernst Haeckel
Diese sehr weit greifende Definition wurde innerhalb der Geschichte der
ökologischen Forschung unter verschiedenen Blickrichtungen modifiziert.
Heute findet man in Lehrbüchern unterschiedliche Definitionen, die
häufig nur eine Konkretisierung der ursprünglichen Definition
darstellen. So schreibt etwa Bick (1998):
„Ökologie ist die Wissenschaft vom Stoff- und Energiehaushalt der
Biosphäre und ihrer Untereinheiten (zum Beispiel Ökosysteme) sowie von
den Wechselbeziehungen zwischen den verschiedenen Organismen, zwischen
Organismen und den auf sie wirkenden Umweltfaktoren sowie zwischen den
einzelnen unbelebten Umweltfaktoren.“
Im Rahmen der evolutionsbiologischen Forschung wurden die Erkenntnisse
der Verbreitungsfaktoren und der Artbildung ergänzt, sodass etwa bei
Krebs (1985) zu lesen ist:
„Ökologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Wechselbeziehungen
befasst, die die Verbreitung und das Vorkommen der Organismen
bestimmen.“
Eine Schulbuch-Definition (Schroedel, 2005) lautet folgendermaßen:
„Die Ökologie untersucht das Zusammenwirken abiotischer und biotischer
Faktoren in und zwischen Ökosystemen. Sie ist die Wissenschaft der
Wechselbeziehungen, welche die Lebensbedingungen, die Häufigkeit und die
Verbreitung von Lebewesen bestimmen.“
Carl Schroeter prägte 1902 die Begriffe Autökologie und Synökologie.
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