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Definition "Netzwerk"
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel behandelt Netzwerke als abstrakte Systeme; zu weiteren Bedeutungen siehe Netzwerk (Begriffsklärung).
Als Netzwerke werden Systeme bezeichnet, deren zugrundeliegende
Struktur sich mathematisch als Graph modellieren lässt und die über
Mechanismen zu ihrer Organisation verfügen. Der Graph besteht aus einer
Menge von Elementen (Knoten), die mittels Verbindungen (Kanten)
miteinander verbunden sind. Ein geschlossener Zug aus Kanten und Knoten
heißt Masche.
Dass der Großteil der Knoten zu einer oder mehreren Maschen gehört, ist
das eigentliche Kennzeichen eines Netzwerks gegenüber anderen Typen von
Strukturen.
Netzwerke werden auf einer abstrakten Ebene in der Netzwerktheorie
untersucht und in der Praxis in den jeweiligen Anwendungsgebieten, aus
denen die konkreten Netze stammen.
Auch der Politikprozess in der EU wird oftmals als ein Netzwerkprozess
dargestellt, da hier an der Gestaltung und Umsetzung von Politik eine
Vielzahl an Akteuren und Institutionen beteiligt sind.
- Kompetenznetzwerke
- Netzwerker
- Netzwerk-Marketing
- Online-Community
- Sensornetzwerk
- Skalenfreies Netzwerk
- Vernetzung
Als Netzwerk-Marketing (engl.: Network Marketing, auch: Multi Level Marketing (MLM), Empfehlungsmarketing oder Strukturvertrieb, seltener Mundpropaganda, oft fälschlicherweise gleichgesetzt mit „Pyramidensystem“ oder Franchising) wird im Marketing das Generieren von Referenzen im Sinne der von einer Vertrauensperson gegebenen qualifizierenden Beurteilung oder Empfehlung für Waren und Dienstleistungen zum Zwecke des Verkaufs bezeichnet.
Netzwerker ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Menschen, die ein Beziehungsnetz (vgl. Soziales Netzwerk) aktiv aufbauen und erweitern. Oftmals werden diese Beziehungen danach gewinnbringend eingesetzt. In diesem Zusammenhang kann „Netzwerker“ abwertend gemeint sein. Früher wurde dafür der Begriff der Vetternwirtschaft verwendet.
Unter der Tätigkeit „netzwerken“ versteht man den Aufbau und die Pflege eines Beziehungsgeflechts einer mehr oder weniger große Gruppe von einander „verbundenen“ Personen, die sich gegenseitig kennen, sich informieren, und manchmal unabhängig von ihren Leistungen zum Beispiel in ihrer Karriere fördern oder andere Vorteile verschaffen.
Kompetenznetzwerke sind Netzwerke, die einzelne Subjekte (z. B. Personen oder Unternehmen) aufgrund ihrer Kompetenz zielbezogen bilden. Durch das Netzwerk bündeln sie ihre mehr oder weniger unterschiedlichen Wissens- und Erfahrungsstände um einen neuen (besseren) Wissensstand zu erreichen.
Vernetzung ist ein Begriff aus der Systemtheorie. Ein System besteht aus einzelnen Teilen, die durch Ursache-Wirkungs-Beziehungen und allgemeine und besondere Systemeigenschaften miteinander vielfältig verknüpft sind. Bildhaft spricht man daher von einem "Beziehungsnetz".
Bekannt sind z. B. aus der Ökologie die Begriffe Nahrungskette und Nahrungsnetz. In einem Nahrungsnetz sind verschiedene Nahrungsketten miteinander gekoppelt.
Eine gut "vernetzte" Person hat ein tragfähiges Geflecht von guten Beziehungen zu Personen in verschiedenen Organisationen, die ihr helfen, rasch und frühzeitig an wichtige Informationen zu kommen. Im Beruf nennt man diese Art Vernetzung Karrierenetzwerk. Die Vernetzung soll auch helfen, Krisensituationen zu vermeiden bzw. rasch zu bewältigen.
Der Begriff kommt außerdem im Bereich der Informationstechnik zum Einsatz, wenn im Allgemeinen die Infrastruktur zwischen elektronischen Geräten also die Verkabelung gemeint ist z. B. bei Computernetzwerken.
Im Bereich der Informatik entsteht die Disziplin des Knowledge Managements bzw. Knowledge Engineerings in dessen Zusammenhang Vernetzung die Verknüpfung von Wissensfragmenten zu neuen Ideen bedeutet.
Zum Begriff der Vernetzung in der Chemie, siehe Vernetzung (Chemie).
Vernetzung von Information wird in relationalen Datenbanken über Relationen abgebildet, z.B. auch in Wikipedia.
Besonders fruchtbar ist der Vernetzungsgedanke, wenn man ihn auf das Gehirn anwendet. Auf dem Substrat von neuronalen Netzen, wo intensive Interaktionen zwischen Neuronen erfolgen, entstehen gemeinsame Produkte: die Gedanken. Dieses Modell wiederum lässt sich auf das Internet, nicht zuletzt auf die Wikipediastruktur übertragen. In zahlreichen Bereichen der Gesellschaft macht sich die Umsetzung des Vernetzungsgedanken bemerkbar. So werden im Bildungssystem neue Unterrichtsmethoden erprobt, bei denen Lernergruppen zu neuronalen Netzen umgestaltet werden. Diese Lernergruppen, wie Neuronenensembles auch, produzieren kollektiv Wissen (vgl. zum Beispiel Lernen durch Lehren (LdL) nach Jean-Pol Martin). Bei LdL wird über die kognitiv erworbene Vernetzungskompetenz hinaus auch eine emotional geprägte Netzsensibilität systematisch aufgebaut.
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