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ganzheitlich - ökologisch - komplementär
Definition der Ganzheit
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. http://de.wikipedia.org/wiki/Ganzheit .
Ganzheit
ist die auf die Vielfalt angewandte Einheit, und die Teile sind die Vielfalt selbst, die von der Einheit totalisiert ist. Einheit in diesem Sinne ist entweder Mitanwesenheit (Nachbarschaft, Nähe, Interaktion, Funktionszusammenhang) oder homologe Einheit (Gleichheit, Ähnlichkeit). Einheit kann aber auch in einer zeitlichen Entwicklung als Kontinuität im Verschiedenen erkannt werden: In der Metamorphose verwandelt sich die Raupe zum Schmetterling. Dabei ist die Ganzheit eine Einheit im Werden. In diesem Sinne kann Heraklits panta rhei ( „alles fließt“) als Hinweis auf die Einheit im ständigen Wandel verstanden werden. Bereits Aristoteles lehrte, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Teile (so genannte Übersummativität).[3] Nach ihm ist das Ganze (holon) eine Bestimmung der Einheit (hen).
Mit der Ganzheit entsteht etwas Neues durch die Integration der Teile auf einem höheren Niveau. Das Ganze ist nicht lediglich aus seinen Teilen zusammengesetzt. Es werden nur Teile an ihm unterschieden, in derem jeden das Ganze ist und wirkt. Erst der gefügehafte Zusammenhang der Bestandteile bewirkt die Struktur der Ganzheit. Platon erklärte deshalb in seinem Werk Theaitetos: „Der Wagen ist nicht seine hundert Teile.“ Er unterschied zwischen dem Ganzen (holon) und dem Gesamt (pan). In seinem Werk Timaios schlug er vor, die Welt als Ganzheit (holon) zu verstehen.
Ganzheitlichkeit als Art der Betrachtung
Die Betrachtung und Behandlung eines Themas, eines Gegenstandes oder einer Beziehung in seiner Ganzheit meint eine umfassende, weitsichtige und weit vorausschauende Berücksichtigung möglichst vieler Aspekte und Zusammenhänge:
- erkennbare Ursprünge
- Ziele und Bestimmungen
- Eigenschaften, Zuschreibungen und Zuordnungen,
- direkte und indirekte Beziehungen und Querbeziehungen
- Regeln, Werte und Normen
- Rahmenbedingungen, Nutzenabwägungen, Anwendungsaspekte sowie
- Neben-, Folge- und Wechselwirkungen des Systemverhaltens - und absehbare Reaktionen anderer im Umgang damit.
In der Philosophie gibt es mehrere Ansätze, um das Wesen, die Gesamtheit einer Sache oder eines Begriffs zu erfassen und zu beschreiben. Die Dialektik ist ein Oberbegriff für solche Methoden, die fordern, in sich ergänzenden Gegensatzpaaren zu denken und zu forschen:das Oben und Unten, das Gestern und die Zukunft, pro und contra, Interessengegensätze u.a.m.
Zwei verschiedene Arten, das Verhältnis des Ganzen zu seinen Teilen zu untersuchen, werden durch die Begriffe Analyse und Synthese bezeichnet: Bei der Analyse wird das Ganze in seine Teile zerlegt. Bei der Synthese wird das Ganze durch das Aufsteigen vom Einfachsten bis zum Konkreten rekonstruiert.
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