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Artikel - Die Sache mit dem Spiegel -
Die Sache mit dem Spiegel
(aus dem Arbeitsbuch zu dem LoLa-Prinzip)
Für das Thema Beziehungen jeder Art ist die Idee mit dem Spiegel von absolut zentraler Bedeutung. Wer das begriffen hat der hat mit Beziehungen keine Probleme mehr.
Schauen wir uns das im Detail an.
Immer mehr Menschen - und vor allem auch die heutigen Wissenschaftler - kommen zu der Erkenntnis, dass es gar keine objektive Welt gibt. Was heißt das für unser Thema?
Die Außenwelt, also alle Menschen, die Sie sehen, sind nur ein Spiegel Ihrer Innenwelt, und das bedeutet: Ihres Geists.
Oder anders ausgedrückt:
Ihre Innenwelt und Ihre Außenwelt sind eins. Alles ist EINS. Es gibt folglich keine Trennung zwischen Ihnen und der Außenwelt! Sie sind die Außenwelt!
Die Folgen für Ihr Verhalten sind geradezu dramatisch: Was immer Sie an einem anderen Menschen freut, stört, ärgert oder wütend macht, das hat mit Ihnen zu tun.
Sie sehen also im anderen immer sich selbst. Das sieht man sehr schön daran, dass es wohl keine zwei Menschen gibt, die einen anderen Menschen genau gleich betrachten. Jeder hat seine eigene Betrachtungsweise, und diese Betrachtungsweise hängt total vom Bewusstsein des Betrachters ab. Wenn also das, was ein anderer Mensch sagt, schreibt oder tut, Sie ärgert, dann müssen Sie bei sich nachschauen. Das Problem liegt immer bei Ihnen und nicht beim anderen Menschen.
Die Folgen dieser Sichtweise sind wirklich gigantisch.
Wenn also die Außenwelt ein Spiegel Ihrer Innenwelt ist, dann bedeutet das doch, dass Sie unvorstellbar mächtig sind. Nicht wahr? Wenn Sie am Morgen nach dem Aufstehen in den Spiegel schauen, «Alles, was Du in der Außenwelt wahrnimmst, Kleines Ich, ist der Spiegel Deines Bewusstseins in diesem Augenblick. Es existiert nichts außer Dir. Und wenn Dich etwas am Anderen stört, dann bedeutet das, dass Dich etwas an Dir stört.»
Wie wenn dich in deinem Spiegel etwas stört, dann betrachten Sie sich bestimmt nicht als Opfer des Spiegels. Oder? Und wenn Ihnen das, was Sie im Spiegel sehen, nicht gefällt, zertrümmern Sie dann den Spiegel? Vermutlich nicht, denn Sie wissen ja, dass es genügt, wenn Sie bei sich etwas verändern, und schon sehen Sie im Spiegel etwas anderes.
Jede einzelne Beziehung - jede! - hängt also einzig und allein von Ihnen ab.
Spüren Sie die Macht, die darin liegt? Sie sind niemals das Opfer eines anderen Menschen! Alles (!) hängt von Ihnen ab, und das heißt: von Ihrem Bewusstsein.
Folgendes Beispiel zeigt diesen Mechanismus sehr schön: In einer Ausgabe der zweimonatlich erscheinenden «LOLA-Impulse» haben wir in einem Beitrag verschiedene Verhaltensweisen aufgezeigt, die man in unserem Leben weglassen kann. Daraufhin haben wir unter anderem zwei Briefe mit folgendem Inhalt erhalten.
Brief l: «Herzlichen Dank für diesen Beitrag, er ist ausgezeichnet und voller Weisheit.»
Brief 2: «Die Weglass-Punkte, die Sie in Ihrem Beitrag beschrieben haben, können Sie in den Müll werfen, die taugen nichts.»
Ist das nicht wunderbar?!
Der eine sieht dort Müll, wo der andere Weisheit sieht. Da es keine objektive Welt gibt, sehen wir nie etwas Objektives, sondern wir sehen immer nur das, was unserem Bewusstsein entspricht. Die Welt, die Menschen, die Beziehungen, die Sätze sind der Spiegel Ihres Bewusstseins.
Wie innen, so außen. Wie außen, so innen.
Nichts ist drinnen, Nichts ist draußen, Denn was innen, das ist außen.
So ergreifet ohne Säumnis, Heilig öffentlich Geheimnis.
Freuet euch des wahren Scheins, Euch des ernsten Spieles:
Kein Lebendiges ist eins, Immer ist’s ein Vieles.
Goethe
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